Darmentleerung Anleitung – Abführen und Darmreinigung beim Heilfasten

Am Morgen des ersten Fastentages wird üblicherweise eine Darmentleerung durchgeführt, die durch ein oral eingenommenes Abführmittel eingeleitet wird. Der Organismus schaltet nach der Entleerung vom Modus der Nahrungsaufnahme auf Ausscheidung um. Das Hungergefühl erlischt dadurch in der Regel und das Fasten fällt leichter.

Darmentleerung beim Fasten – Ja oder Nein?

In der europäischen Heilfastentradition wird eine Fastenkur immer von Maßnahmen der Darmreinigung begleitet. Wenn man nämlich zu essen aufhört, arbeitet bei den meisten Menschen der Darm nicht mehr wie gewohnt und Essenreste aus den Tagen vor dem Fasten bleiben im Dickdarm liegen. Das fühlt sich nicht besonders gut an und kann unter Umständen zu Blähungen führen. Hingegen ist es ein sehr angenehmes Gefühl, wenn der Darm leer ist. Man hat auf diese Weise auch weniger Hunger und das Fasten fällt leichter. Fasten ist grundsätzlich auch ohne eine Darmentleerung möglich. Das zeigt uns die Fastenszene in den USA. Dort ist es (noch?) ein Tabu-Thema und wird somit ausgespart. Die Menschen profitieren aber trotzdem von den vielen Fasteneffekten und kennen es einfach nicht anders. Wenn man vor dem Fasten einige Entlastungstage einhält, ist die Rückvergiftung der im Darm verbleibenden Nahrungsbestandteile kein großes Thema. Wenn man hingegen einen Tag vor Fastenbeginn ein Steak verdrückt, fault und gärt dieses eine Woche lang im Dickdarm vor sich hin und produziert Giftstoffe. Nicht gut!

Man muss aber auch sagen, dass manche Menschen auch während des Fastens Stuhlgang haben und der Darm die Nahrungsreste von selbst nach draußen befördert. In diesem Fall ist ohnehin keine zusätzliche Darmreinigung nötig. Wenn Sie nicht wissen, ob das bei Ihnen der Fall ist, können Sie mit der Einnahme eines Abführmittels so lange zuwarten, bis Sie keinen Stuhlgang mehr haben.

Zum Thema, ob eine unterstützende Darmreinigung beim Fasten notwendig ist, oder nicht, habe ich den renommierten Fastenforscher und Fastenarzt Prof. Dr. Andreas Michalsen interviewt. Ganz unten finden Sie das Video dazu.

Für das anfängliche Abführen gibt es vielerlei Möglichkeiten. Bei einem empfindlichen Darm sind auf jeden Fall zuerst die sanfteren Methoden (Hausmittel) zu bevorzugen, die man auch miteinander kombinieren kann. Ich selbst habe mich durch etliche Varianten von Abführmitteln zur Darmreinigung probiert und bin schlussendlich bei meinen persönlichen Favoriten angekommen. Im Folgenden stelle ich Ihnen alle gängigen sanften und starken Abführmethoden vor und verrate Ihnen jeweils meine persönlichen Erfahrungen damit.

Wie entleere ich meinen Darm mit Hausmitteln?

Flohsamenschalen

Einen Esslöffel davon in 300 ml lauwarmes Wasser einrühren und zügig trinken (wenn Sie zu lange warten, geliert das Getränk). Gleich noch Wasser nachtrinken, damit Sie mindestens auf einen halben Liter kommen. Die große Flüssigkeitsmenge ist deshalb so wichtig, da Flohsamenschalen bei zu wenig Flüssigkeitszufuhr genau das Gegenteil bewirken – sie stopfen. Danach trinken Sie alle 30 Minuten ein Glas Wasser oder Zitronenwasser. Menschen mit sehr empfindlichem Darm können die Darmreinigung beim Fasten mit Flohsamenschalen in Kombination mit Einläufen ohne weiteres durchführen. Ich selbst mache das meistens genau so. Es dauert dann zwei bis drei Tage, bis der Darm leer ist.

Bild des Darms für Darmentleerung

Was meine eigene Verdauung betrifft, war ich immer eher auf der trägen Seite, bis mir jemand Flohsamenschalen empfohlen hat. Ich nehme im Alltag jeden Tag morgens einen Esslöffel davon mit viel Wasser ein. Manche Menschen trinken Wasser mit Flohsamenschalen vor dem Essen, da sie im Magen aufquellen und man dadurch weniger isst. Ich rate jedoch davon ab, denn wie bereits erwähnt, verdünnt man mit großen Trinkmengen direkt vor, zum oder nach dem Essen die Verdauungssäfte, und das kann die Verdauungsleistung verringern. Flohsamenschalen bekommt man in Bio-Qualität in jedem Reformhaus, im Internet und mittlerweile auch schon in vielen Supermärkten.

Apfelessig

Geben Sie 2 EL Bio-Apfelessig in etwa 400 ml Wasser (je nach Belieben warmes oder kaltes) und trinken Sie es schluckweise. Im Laufe der nächsten Stunden trinken Sie ca. einen halben Liter Wasser oder Kräutertee nach. Wenn keine Wirkung eintritt, kann der Vorgang nach 3 Stunden wiederholt werden.

Der Apfelessig ist für mich und meinen Mann auch ein treuer Begleiter im Alltag. Er wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus und hemmt den Appetit auf Süßes. Wir trinken zweimal am Tag ein Glas Wasser mit 2 TL Apfelessig – am besten vor dem Essen.

Zitronenwasser

Pressen Sie den Saft einer halben Zitrone in lauwarmes Wasser (ca. ein halber Liter) und trinken Sie dieses in einem für Sie angenehmen Tempo auf nüchternen Magen. Wiederholen Sie dies nach einer Stunde.

Sauerkrautsaft

Sauerkrautsaft ist reich an Vitamin C und Milchsäure. Er ist kalorienarm, ballaststoffreich und verdauungsfördernd. Trinken Sie gleich nach dem Aufstehen 1 – 2 Gläser Sauerkrautsaft, je nach Belieben auch verdünnt auf 3 Gläser. Sollte im Laufe des Vormittags keine merkliche Wirkung (Stuhlgang) eintreten, können Sie nochmals zwei Gläser trinken. Wer noch nie Sauerkrautsaft getrunken hat, sollte zuerst mit kleinen Mengen ausprobieren, ob der Saft bekömmlich ist. Manche Menschen, so wie ich, bekommen davon Bauchkrämpfe.

Brottrunk

Fermentierte Säfte wie der Brottrunk fördern die Entgiftung und Entschlackung, binden überschüssige Säuren im Körper und scheiden diese aus. Manche Menschen trinken ein kleines Glas Brottrunk täglich während der gesamten Fastenzeit hindurch. Für mich ist das nicht ideal, da der Brottrunk in meinem Darm etwas Unruhe stiftet.

Zum Abführen mit Brottrunk: Starten Sie am ersten Tag mit einem Glas (ca. 250 ml) und falls Sie im Laufe des Vormittags keine Wirkung spüren, trinken Sie zu Mittag noch ein zweites. Bei einer kurmäßigen Anwendung auch abseits des Fastens reinigt der Brottrunk den Darm und stärkt das Immunsystem. Er kann auch positiv wirken bei Neurodermitis und Schuppenflechte sowie bei zu hohem Cholesterin– und Blutzuckerspiegel.

Pflaumensaft

Eine sehr angenehme und wohlschmeckende Möglichkeit zur Anregung der Darmperistaltik bietet der Pflaumensaft. Trinken Sie 250 ml mit der gleichen Menge Wasser verdünnt gleich nach dem Aufstehen und viel Wasser während des restlichen Vormittags. Pflaumensaft eignet sich auch hervorragend, um ihn während der gesamten Fastenzeit in die tägliche Saftmahlzeit zu integrieren. Er stabilisiert den Blutzuckerspiegel und hilft, den Säure-Basen-Haushalt im Körper auszugleichen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Hier finden Sie die im Video besprochenen Links und mehr Infos zum 7-Tage-Fastenprogramm.

Was tun, wenn sich der Darm nicht richtig entleert und Hausmittel zu schwach sind?

Wie kann man am besten den Darm entleeren? (Stärkere Abführmittel)

Achtung: Bei Empfängnisschutz durch die Anti-Baby-Pille: Nach der Einnahme der Anti-Baby-Pille sollten mindestens 4 Stunden bis zur Einnahme des Abführmittels vergehen, ansonsten kann der Empfängnisschutz beeinträchtigt sein.

Darmentleerung mit Glaubersalz

Das Abführen am ersten Fastentag wird auch häufig „Glaubern“ genannt, womit nichts anderes gemeint ist als die Einnahme von in Wasser gelöstem Glaubersalz zur Darmentleerung. Es ist das bekannteste Abführmittel zum Fastenstart und heißt mit chemischem Namen Natriumsulfat. Die Salzlösung bindet im Darm durch Osmose Wasser, wodurch sich der Flüssigkeitsanteil im Darm stark erhöht. Durch diese Volumenerhöhung wird der Stuhldrang ausgelöst. Glaubersalz ist nicht gerade ein Genuss. Am besten, Sie halten zusätzlich ein Glas (Zitronen-)Wasser oder Pfefferminztee bereit, um den sehr salzigen Geschmack wegzuspülen.

Anwendung: Es werden 20-30 g (1-2 EL) Glaubersalz in ½ Liter warmem Wasser aufgelöst und innerhalb von 15 Minuten getrunken. Die Wirkung kann je nach Dosierung und Empfindlichkeit schon nach 30 Minuten eintreten, oder auch erst nach einigen Stunden (bis zu 10 Stunden). Manche Menschen reagieren auch schon bei 1 Teelöffel auf ¼ Liter Wasser mit dem erwünschten Effekt. Bei 1 TL wäre die Verdünnung mit ½ Liter Wasser zu stark und es könnte dadurch die gewünschte Wirkung ausbleiben. Nach der eingesetzten Wirkung, also der Entleerung, ist es unbedingt notwendig, viel zu trinken. Je nachdem wie stark die Wirkung ist (von normalem Stuhlgang bis hin zu Durchfall) kann der Körper mehr oder weniger viel Wasser verlieren. Bei nicht ausreichender Wasserversorgung gerade zu Fastenbeginn wären sehr wahrscheinlich heftige Kopfschmerzen die Folge. Glaubersalz ist in jeder Apotheke erhältlich.

Für mich persönlich ist Glaubersalz alles andere als ideal. Mein Bauch fühlt sich danach immer heiß und krampfig an. Aus Gesprächen mit anderen Fastenden weiß ich allerdings, dass es von vielen gut vertragen wird, und sie das Gefühl des raschen und gründlichen Abführens zu Beginn des Fastens sehr schätzen und nicht missen wollen. Sie berichten auch, dass durch diese massive Intervention das Hungergefühl völlig verfliegt. Das heißt also, Sie können es nur selbst ausprobieren, ob Sie zu den Glaubersalzliebhabern gehören oder es zu heftig empfinden. Sie bekommen Glaubersalz in jeder Apotheke.

Bittersalz

Bei der Anwendung von Bittersalz (chemisch Magnesiumsulfat) als Abführmittel ist das Resultat dasselbe wie bei Glaubersalz, allerdings gibt es in der Naturheilkunde einen Unterschied, wie diese Salze sonst noch eingesetzt werden. Das Bittersalz kommt eher bei Darmproblemen zur Anwendung, wohingegen bei Leberproblemen oder Gallestörungen das Glaubersalz in Frage kommt. Zum Zwecke der Darmreinigung wirken beide gleich abführend und schmecken auch ähnlich schlimm. Es gibt allerdings Menschen, die Glaubersalz nicht mögen, allerdings mit Bittersalz sehr gut zurechtkommen. Anwendung: siehe Glaubersalz. Auch in jeder Apotheke erhältlich.

F. X. Passagesalz

Das F.X. Passagensalz besteht zu etwa 30 % aus Magnesiumsulfat, also Bittersalz. Der Rest sind Hilfsstoffe zur Geschmacksverbesserung und leichteren Einnahme. Im Vergleich zum puren Bitter- oder Glaubersalz schmeckt dieses Abführmittel wesentlich angenehmer und die Wirkung ist auch etwas milder. Es hat geschmackliche Ähnlichkeit mit einer Vitamin-Brausetablette, da es mit Zitronensäure, Orangen-Aroma und Saccharin-Natrium angereichert ist.

Mir persönlich sind die Aromen, Süßungs- und Säurungsmittel generell nicht sonderlich sympathisch, weshalb ich persönlich darauf verzichte. Ich hatte Passagensalz einmal ausprobiert und war jedenfalls mit der Wirkung sehr zufrieden.

Anwendung: Bis zu 2 EL werden in Wasser (max. ½ Liter) aufgelöst und am Morgen schluckweise getrunken. Auch hier ist die Menge sehr individuell. Bei empfindlichem Darm lieber mit geringer Menge (2 TL auf ¼ Liter Wasser) beginnen. Das Passagensalz ist in jeder Apotheke erhältlich.

Rizinusöl

Rizinusöl ist seit 4000 Jahren als Abführmittel bekannt. Es ist immer dann angebracht, wenn es sich nicht um chronische Verstopfung handelt, sondern um eine vorübergehende, die aber trotzdem behandelt werden muss. Rizinusöl wirkt im Dünndarm und macht die Darmwände gleitfähig. Es bewirkt ca. zwei bis drei Stunden nach der Einnahme eine breiförmige Entleerung und ist auch bei einer etwaigen Darmentzündung ein geeignetes Mittel (mit dem Arzt besprechen).

Früher gab man Rizinusöl vor allem bei Wurmkuren. Manchmal ist es in einem Wehencocktail enthalten und bewirkt vor der Geburt einen raschen Stuhlgang. Während der Schwangerschaft darf man es nicht nehmen, da das Rizinusöl Gebärmutterkontraktionen auslösen kann.

Anwendung: 1-3 Esslöffel mit viel warmem Wasser am Morgen einnehmen und auch den restlichen Tag viel trinken. Bei mir persönlich wirken 3 EL am besten. Rizinusöl ist in jeder Apotheke erhältlich.

Auf Rizinusöl stieß ich, als ich nach Alternativen zum Glaubersalz suchte. Ich nahm es einige Male zum Fastenstart und war höchst zufrieden, da es zu einer schnellen und effektiven Entleerung führte, die bei mir krampflos und unproblematisch von Statten ging. Leider kam es nach etwa 3 bis 4 Fastenkuren mit Rizinusöl zu dem Effekt, dass ich das dicke Öl nicht mehr schlucken konnte – auch nicht in Mischungen. Mir wurde unglaublich übel, und auch wenn ich jetzt nur daran denke, löst es bei mir einen Würgereiz aus. Somit musste ich dieses großartige Abführmittel für mich leider an den Nagel hängen. Ich habe allerdings die Hoffnung, dass es irgendwann wieder geht. Bei Rizinusöl ist auf gute Qualität zu achten. Sagen Sie beim Kauf in der Apotheke dazu, dass es kaltgepresst sein soll. Ansonsten kann man es so wie jedes andere der angeführten Abführmittel im Internet bestellen.

Abführtee

Ein Abführtee aus der Apotheke beinhaltet meist die Wirkstoffe Sennesblätter und Faulbaumrinde. Diese werden allgemein gut vertragen, wirken effektiv, allerdings setzt die abführende Wirkung erst nach 5-8 Stunden ein. Für den Dauergebrauch sind diese Pflanzen nicht gedacht, aber das gilt für so ziemlich jedes der starken Abführmittel. Sie können nämlich den Elektrolythaushalt durcheinanderbringen. In der Schwangerschaft und Stillzeit darf der Tee nicht getrunken werden.

Anwendung: Ein bis zwei Teebeutel mit 200 bis 400 ml heißem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Schluckweise trinken, gerne mit etwas Zitrone. Der Tee schmeckt recht angenehm.

Unter den starken Abführmitteln ist dieser Tee mein absoluter Liebling. Man hat das Gefühl des effektiven Durchputzens, aber dennoch auf eine mildere Art als z.B. mit dem Glaubersalz. Wie gesagt, ist hier eine längere Inkubationszeit zu erwarten. Das heißt, beim Einnehmen am Morgen darf man sich an diesem Tag nichts vornehmen, das weit von einer Toilette entfernt ist. Wobei das auch für die Einnahme der anderen Mittel gilt. Meist tritt irgendwann am Nachmittag die Wirkung des Tees ein. Er ist in den meisten Apotheken von unterschiedlichen Herstellern erhältlich (Dr. Kottas, Sidroga etc.).

Der Einlauf

Der klassische Einlauf ist eine schonende Spülung des Dickdarms mit Wasser. Er wird häufig bei Verstopfung eingesetzt, aber auch, wenn sich eine Grippe anbahnt oder zur Behandlung eines „Katers“. Es können je nach Indikation auch Kräutertees oder Kaffee verwendet werden. Der Kaffee-Einlauf ist beispielsweise eine gute Maßnahme bei akuten Kopfschmerzen oder begleitend bei einer Leberentgiftung.

Warum ist der Einlauf beim Heilfasten so wichtig?

Mit dem Abführmittel am Beginn der Fastenkur wird in der Regel nicht der gesamte Darminhalt ausgeschieden. Daher ist e  ratsam, an den folgenden Tagen mit Einläufen alle Stuhlreste nach draußen zu befördern.
Der fastende Organismus schiebt außerdem unentwegt Giftstoffe und Eiweißzerfallsprodukte in den Darm ab, die mit dem  inlauf ebenfalls entfernt werden. Der Einlauf wird ab dem zweiten Fastentag mindestens jeden zweiten Tag der Kur durchgeführt.

Wie funktioniert ein Einlauf

Das Prinzip eines Einlaufs ist einfach. Das Einlaufgerät nutzt die Gravitationskraft. In den Behälter füllt man die gewünschte Menge an körperwarmer Flüssigkeit und hängt ihn erhöht auf. Das Endstück (Aufsatz) des Schlauches wird nun vorsichtig mit etwas Gleitcreme (ich verwende Kokosöl) in den After eingeführt und die Klemme oder der Hahn geöffnet. Da der Behälter höher ist als das Gesäß, fließt die Flüssigkeit ganz von selbst in den Darm. Eine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem Artikel über den Einlauf. Ein genaues Anleitungsvideo für die Durchführung eines Einlaufs können Sie sich in meinem 7-Tage-Fastenprogramm ansehen. Das Einlaufgerät, auch Irrigator genannt (lat. irrigare = bespülen), besteht aus einem Wasserbehälter (Füllmenge 1 oder 2 Liter), einem 1 bis 2 m langen und 1 cm dicken Wasserschlauch mit Klemme und verschiedenen Aufsätzen aus darmfreundlichem Kunststoffmaterial.

Sandra Exl mit einem Einlaufgerät für die Darmentleerung
Anzeige

Der Wasserbehälter kann entweder aus Hartplastik, Edelstahl oder aus geschmeidigem, zusammenlegbarem Kunststoffmaterial (Reiseirrigator – ideal für Fastenwanderungen) sein. Erhältlich sind Einlaufgeräte in Sanitätshäusern, Apotheken oder auf Amazon. Auf Amazon ist die Auswahl natürlich groß. Als Hilfestellung kann ich die folgenden vier Produkte empfehlen:

  • Ich persönlich verwende für zu Hause ein hochwertiges Einlaufset mit einem 2 Liter Edelstahlbehälter (*Affiliate Link Amazon/Anzeige), welches ich sowohl für Anfänger als auch erfahrene Anwender empfehlen kann. Ich mag den großen Metallbehälter mit Aufhängevorrichtung und den 2 m langen Schlauch (die meisten anderen Produkte haben kleinere Behälter und kürzere Schläuche). Im Set sind verschiedene (weiche, harte, kleine, große) Aufsätze enthalten, so kann man ausprobieren, welcher Aufsatz für einen am angenehmsten ist. Ich finde den Kosten-Nutzen-Faktor sehr gut, da dieses Einlaufgerät wohl ewig hält. Schlauch, Aufsätze und Klemmen kann man nachbestellen.
  • Ein sehr gutes zusammenfaltbares Einlaufgerät (*Affiliate Link Amazon/Anzeige) – wiederum mit optimalem Preis-Leistungsverhältnis. Viele andere vergleichbare Geräte sind erheblich teurer oder von schlechterer Qualität. Ich verwende dieses Einlaufset bei meinen Fastenwanderungen oder auf Reisen.
  • Ein weiterer Tipp für Reisen, wenn man zu Verstopfung neigt, ist dieses Klistier (*Affiliate Link Amazon/Anzeige / nicht ausreichend bei Fastenkuren).

Interview mit Prof. Andreas Michalsen: Entleerung ja oder nein

Prof. Andreas Michalsen ist Internist und Professor für klinische Naturheilkunde an der Charité Berlin und am Immanuel Krankenhaus Berlin. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist das Heilfasten. Ich frage ihn in diesem Interview, ob die traditionelle Darmentleerung am Beginn einer Fastenkur auch aus Sicht der Wissenschaft sinnvoll ist.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Offenlegung und Hinweis auf Werbung

Dieser Beitrag wurde von Ebenthal Vital unterstützt und wir haben kostenlos Produkte erhalten.

Teilen macht Freude und Sie unterstützen unsere Arbeit!

Bildquellen

  • Darmentleerung: decade3d - anatomy online | Shutterstock.com