Praktische Tipps zum Heilfasten und Gesundbleiben

Wenn man Fasten-Neuling ist, kann das Einkaufen aller Fastenutensilien manchmal recht kompliziert werden, da die Produktpalette der Fastenunterstützer schier endlos ist. Hier lesen Sie meine Erfahrungen und Tipps zum Heilfasten sowie persönliche Einkaufsvorschläge zum Thema Gesundheit.

Ich persönlich habe mich tatsächlich durch etliche Varianten von Abführmitteln als Fasteneinstieg probiert und bin schlussendlich bei ein paar Lieblingsprodukten angelangt. Ich möchte hier mit Ihnen meine Erfahrungen mit den Produkten rund um eine Fastenkur teilen. Auch, was ich persönlich sonst noch zur Unterstützung meiner Gesundheit entdeckt habe, berichte ich auf dieser Seite.

Einkaufsvorschläge und Tipps rund um Ihre Gesundheit

Flohsamenschalen

Was meine Verdauung betrifft, war ich immer eher auf der trägen Seite, bis mir jemand Flohsamenschalen empfohlen hat. Ich nehme jeden Tag morgens einen Esslöffel mit mindestens einem halben Liter lauwarmem Wasser ein. Es ist sehr wichtig, so viel dazu zu trinken, da die Flohsamenschalen eine sehr stark quellende Wirkung haben und bei zu wenig Flüssigkeit, dies zu Verstopfung führen kann.

Bei Durchfall ist diese Wirkung natürlich von Vorteil, weshalb Flohsamenschalen dafür auch empfohlen werden. Da Flohsamenschalen im Magen so stark aufquellen, können sie auch vor dem Essen eingenommen werden, dadurch isst man weniger, da der Magen ja schon angefüllt ist. Menschen mit sehr empfindlichem Darm können die Darmentleerung beim Fasten mit Flohsamenschalen in Kombination mit Einläufen ohne weiteres durchführen.

Bei mir selbst dauert dies dann eben zwei bis drei Tage, bis eine befriedigende Darmentleerung stattgefunden hat. Flohsamenschalen bekommt man in Bio-Qualität in jedem Reformhaus, im Internet und mittlerweile auch schon in vielen Supermärkten.

Johannisbrotkernmehl

Johannisbrotkernmehl hat den gleichen Wirkungsmechanismus wie Flohsamenschalen. Die Schleim- und Ballaststoffe quellen im Verdauungstrakt stark auf und regen so auf natürliche Weise die Peristaltik des Darms stark an. Johannisbrotkernmehl ist im Reformhaus erhältlich.

Symbolbild mit Tipps zum Fasten und Gesundbleiben

Aus den Schalen der Früchte des Johannisbrotbaumes wird Carob hergestellt. Es ist ein guter Kakaoersatz. Carobpulver enthält viel weniger Fett als Kakao, liefert Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und ist koffeinfrei. Ich persönlich wechsle gerne mal ab.

Glaubersalz

Zu Beginn meiner „Fastenkarriere“ kannte ich für die Darmentleerung keine Alternativen zum damals gängigen Glaubersalz. Ich erinnere mich an meine erste Fastenkur, bei der ich sowohl für die Erstentleerung als auch während der kompletten Fastenkur hindurch statt der täglichen Einläufe jeden 2. Tag Glaubersalz eingenommen habe. Das war für mich alles andere als ideal. Ich hatte das Gefühl, dass mein Bauch nie zur Ruhe kam und sich irgendwie immer heiß und krampfig anfühlte. Zum Glück entdeckte ich dann durch meine spätere Fastenbegleiterin den Irrigator (Einlaufgerät), mit dem ich meinem Darm nach der einmaligen Erstentleerung durch ein Abführmittel (in den ersten Jahren war dies noch immer Glaubersalz) den täglichen wohltuenden Einlauf gönnte. Später ließ ich das Glaubersalz dann völlig weg.

Nun muss ich aber noch ein paar positive Worte für das Glaubersalz sprechen, da ich im Gespräch mit anderen Fastenden mittlerweile weiß, dass es von vielen gut vertragen wird, und sie das Gefühl der raschen und gründlichen Darmentleerung zu Beginn des Fastens sehr schätzen und nicht missen wollen. Sie berichten auch, dass durch diese massive Intervention das Hungergefühl total verfliegt. Das heißt also, Sie können es nur selbst ausprobieren, ob Sie zu den Glaubersalzliebhabern gehören oder es zu heftig empfinden. Sie bekommen Glaubersalz (Natriumsulfat) in jeder Apotheke.

Bittersalz

Mit dem Bittersalz waren meine Erfahrungen dieselben, wie mit dem Glaubersalz. Es gibt allerdings Menschen, die Glaubersalz nicht mögen, allerdings mit Bittersalz sehr gut zurechtkommen. Auch hier ist die Entleerung sehr schnell und massiv. Lesen Sie hier über die Wirkungsweisen und Unterschiede zum Glaubersalz. Auch beim Bittersalz (Magnesiumsulfat) kann ich keinen Hersteller besonders empfehlen, da Apothekenqualität in jedem Fall in Ordnung ist.

Passagensalz

Diese Variante des Bittersalzes enthält etliche Hilfsstoffe zur Geschmacksverbesserung und leichteren Einnahme. Es schmeckt tatsächlich besser und wirkt auch milder, da es nur zu ca. 30 % aus Magnesiumsulfat (Bittersalz) besteht. Mir persönlich sind die Aromen, Süßungs- und Säurungsmittel generell nicht sonderlich sympathisch, weshalb ich persönlich darauf verzichte. Ich hatte Passagensalz einmal ausprobiert und die Wirkung war auf jeden Fall milder und angenehmer als mit reinem Bittersalz. Es ist auch in der Apotheke erhältlich.

Rizinusöl

Auf Rizinusöl stieß ich, als ich nach Alternativen zum Glaubersalz suchte. Ich nahm es einige Male als Mittel zur Erstentleerung und war höchst zufrieden, da es zu einer schnellen und effektiven Entleerung führte, die bei mir krampflos und unproblematisch von Statten ging. Leider kam es nach etwa 3 bis 4 Fastenkuren mit Rizinusöl zu dem Effekt, dass ich das dicke Öl nicht mehr schlucken konnte – auch nicht in Mischungen. Mir wurde unglaublich übel und auch wenn ich jetzt nur daran denke, löst es bei mir einen Würgereiz aus. Somit musste ich dieses tolle Abführmittel für mich leider an den Nagel hängen. Ich habe allerdings die Hoffnung, dass es irgendwann wieder geht. Bei Rizinusöl ist auf gute Qualität zu achten. Sagen Sie beim Kauf in der Apotheke dazu, dass es kaltgepresst sein soll.

Pflaumensaft

Pflaumensaft schmeckt sehr lecker und auf nüchternen Magen über den Vormittag verteilt getrunken, beschleunigt er bei mir die Darmpassage wunderbar. Kombiniert mit Flohsamenschalen und Einläufen, beginne ich so oft meine Fastenkuren. Hier ist darauf zu achten, dass der Saft 95-100 % Fruchtanteil hat, bei einem Trockenpflaumenauszug reichen 50 % Fruchtanteil. Der Saft kann gerne auch mit Feige gemischt sein. Bio-Läden führen in der Regel geeignete Produkte.

Abführtee

Dieser Tee ist ein Gemisch aus Faulbaumrinde und Sennes und ist mein absoluter Liebling unter den richtigen Abführmitteln. Man hat das Gefühl des effektiven Durchputzens aber dennoch auf eine mildere Art als z. B. beim Glaubersalz. Es ist hier auch eine längere Inkubationszeit zu erwarten. Also beim Einnehmen am Morgen darf man sich an diesem Tag nichts vornehmen, was weit von einer Toilette entfernt ist. Meist tritt irgendwann am Nachmittag die Wirkung ein. Der Tee ist in den meisten Apotheken von unterschiedlichen Herstellern erhältlich (Dr. Kottas, Sidroga etc.).

Einlaufgerät/Irrigator

Ohne die reinigenden Einläufe ist das Fasten für mich undenkbar. Es ist wohltuend, den Dickdarm während der Fastentage von den anfallenden Ausscheidungsprodukten zu befreien. Wer schon mal gefastet hat, weiß, dass selbst am Ende der Fastenkur durch den Einlauf kleine Kotreste aus dem Darm gespült werden. Ich selbst besitze sowohl einen Einlaufbecher als auch einen Reiseirrigator, da man diesen sehr klein zusammenfalten kann und dies gerade beim Fastenwandern wichtig ist.

Abgesehen vom Fasten kann ein Einlauf auch sonst sehr positiv wirken, beispielsweise bei Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder wenn man sich insgesamt angeschlagen fühlt. Auf Urlaubsreisen bin ich oft verstopft, daher ist der Reise-Irrigator immer mit im Gepäck. Ich empfehle die folgenden Einlaufgeräte:

  • Ein Premium Einlaufset (*Werbung/Affiliate Link) aus Edelstahl, welches ich selbst bei Heilfastenkuren einsetze.
  • Ein sehr gutes zusammenfaltbares Einlaufgerät (*Werbung/Affiliate Link) im Set; dieses verwende ich bei Fastenwanderungen oder auf Reisen.
  • Ein günstigeres Exemplar (*Werbung/Affiliate Link), nicht so hochwertig, aber es erfüllt seinen Zweck.
  • Ein weiterer Tipp für Reisen, wenn man zu Verstopfung neigt, ist dieses Klistier (*Werbung/Affiliate Link – nicht ausreichend bei Fastenkuren).

Fastentee

Während der gesamten Fastenzeit trinke ich sehr viel Tee und achte dabei auf Bio-Qualität und Geschmack. Hier sind z.B. Dr. Kottas (Apotheke) oder Sonnentor (Bioladen) sehr zu empfehlen.

Fastensuppe

Eine gekaufte Fastensuppe ist ein Bio-Suppenpulver, das vegan und hefefrei sein muss. Ich verwende es manchmal während des Fastens zum Aufpeppen meiner Gemüsebrühe. Da recht viel Salz darin enthalten ist, sollte man es nicht als kompletten Fastensuppenersatz nehmen. Allerdings abseits des Fastens verwende ich sie sehr oft in der Küche. Ich kaufe die Suppe im Bioladen.

Basenbad und Trockenbürstenmassage

Vor allem beim Fasten ist es wichtig, den Körper, wo immer man kann, beim Entgiften zu unterstützen. Basisch-mineralische Voll- oder Fußbäder unterstützen die Haut in ihrer Entgiftungsfunktion und stellen zusätzlich noch eine sehr effektive kosmetische Maßnahme dar. Nach einem Basenvollbad fühlt sich die Haut unglaublich weich und zart an, vor allem, wenn man zuvor mit einer Trockenbürstenmassage die Durchblutung angekurbelt hat. Durch das Bürsten wird außerdem das Lymphsystem aktiviert, wodurch die Schadstoffe noch schneller abtransportiert werden können. Ich schätze diese Kombination auch abseits des Fastens sehr und gönne meiner Haut diese Wellnesskur regelmäßig. Sie strafft das Bindegewebe und vermindert dadurch Cellulite, was ja ein höchst angenehmer Nebeneffekt ist.

Beim Bürsten ist zu beachten, dass Sie von Füßen und Händen weg immer zur Körpermitte hin bürsten, wobei an Oberschenkeln und Po sowie am Rumpf in Kreisen massiert werden kann.

Das Basenbad ist schnell erklärt: Man kauft sich ein qualitativ hochwertiges Badesalz und gibt wie auf der Verpackung beschrieben eine bestimmte Menge davon ins Badewasser (ca. 2-3 gehäufte EL). Wer mag, kann auch etwas ätherisches Öl dazugeben – aber nur wenige Tropfen, da zu viel davon die Haut reizen kann. Ich bleibe dann mindestens 45 Minuten im Wasser, wobei ich die Temperatur immer sehr warm halte, indem ich von Zeit zu Zeit heißes Wasser nachlaufen lasse. Ich mag es auch, meine Haut während des Badens mit einem Waschlappen leicht zu massieren. Danach trockne ich mich sanft ab und verzichte auf Cremes, da die Haut ohnehin so weich ist. Vor und nach dem Bad sollte man viel Wasser trinken, was den Vorgang der Entschlackung unterstützt.

Ein Tipp zum Sparen: Natron kann ebenfalls für ein Basenbad verwendet werden. Es hat zwar nicht die vielfältige mineralische Zusammensetzung wie teure Badesalze, basisch wirkt es aber allemal. Ich brauche Natron auch für mein selbstgemachtes Deo und für den Haushalt. Daher habe ich immer einen Eimer zu Hause. Man bekommt Natron im Drogeriemarkt oder im Internet auch in 5-Kilo-Einheiten.

Probiotika und Präbiotika

Es gibt Probiotika mit einer hervorragenden Zusammensetzung von Darmbakterien, welche in Studien immer in Zusammenhang mit Abnehmen positiv erwähnt werden. Die Darmflora von schlanken Menschen ist laut etlichen Studien anders zusammengesetzt, als die von übergewichtigen Menschen. Man hat nachgewiesen, dass eine Veränderung der Darmflora in Richtung der Zusammensetzung, wie sie bei schlanken Menschen ist, zu einer Gewichtsreduktion führen kann. Nachdem ich viele Bücher zu dem Thema Darmflora gelesen hatte, probierte ich an mir selbst zwei Produkte aus, die ich nach reiflicher Recherche ausgewählt hatte. Da ich mein Leben lang schlank war, aber einen empfindlichen Darm hatte, vermutlich von den vielen Antibiotika in meiner Kindheit und Jugendzeit, war meine Motivation nicht das Abnehmen, sondern die Stärkung meiner Darmflora allgemein.

Ich suchte also nach Präparaten, welche die richtige Keimzahl und Zusammensetzung aufwiesen und gute Bewertungen hatten. Ich wurde schnell fündig und nach etwa 3 Wochen der Einnahme fühlte sich mein Darm tatsächlich viel ruhiger an – flacherer Bauch und keine Blähungen mehr bei kleinen kulinarischen Ausrutschern.

Mein Mann und ich machen 2 Mal jährlich eine 8 wöchige Kur. Wenn Sie ein Probiotikum kaufen, achten Sie auf eine Mindestdosierung von 5-10 Milliarden Keimen pro Tag. Ein wirksames Präparat enthält mehrere Bakterienstämme von Lactobazillen und Bifidobakterien und sollte keine unnötigen Zusätze wie Farbstoffe, Gelatine, Zucker usw. beinhalten. Es sollte auch als magensaftresistent gekennzeichnet sein, damit die Bakterien auch wirklich im Darm ankommen. Sehr gute Kombinationen aus hochdosierten, lebenden Mikroorganismen und einer hohen Magensäureresistenz liefern z.B. die OmniBiotic-Produkte (Im Internet und in der Apotheke erhältlich).

Inulin

Inulin gehört zu der Gruppe der Präbiotika, also dem Futter für die „guten“ Bakterien. Um die zugeführten Bakterien im Darm auf Dauer anzusiedeln, muss man darauf achten, dass sie genug Nahrung haben. Sie müssen also auf ballaststoffreiche Ernährung achten, v. a. Inulin ist ein Ballaststoff, der als Leibspeise der erwünschten Mikroben gilt. Ich selbst esse viele inulinhaltige Nahrungsmittel und zusätzlich nehme ich Inulin in konzentrierter Form als Zichorien Kaffee zu mir. Er schmeckt gut und ist vor allem abends eine willkommene koffeinfreie Abwechslung zum echten Kaffee. Ich bin davon überzeugt, dass diese Art der einfachen und minimalen Ernährungsumstellung maßgeblich an meinem jetzigen guten Darmzustand beteiligt ist. Nur passen Sie bitte auf, dass Sie gerade zu Beginn mit den präbiotischen Substanzen mengenmäßig nicht übertreiben.

Auch ich habe es am Anfang zu gut gemeint und gleich mal am ersten Tag 2 große Tassen vom Zichorienkaffe mit etwas Soja-Reis-Milch genossen. Es hat so gut geschmeckt und im Bewusstsein, damit auch etwas Gutes für meine Gesundheit zu tun, habe ich es übertrieben. Die Folge: massive Blähungen. Gut, ich habe daraus gelernt und nachfolgend nur noch ein Viertel der Menge zu mir genommen. Über die Zeit konnte ich die Menge beschwerdefrei erhöhen. Trotzdem belasse ich es auch heute bei einer Tasse am Tag – man muss seine Mikroben ja nicht überfordern. Wenn Ihnen der Zichorien Kaffee (erhältlich im Bio-Laden) nicht schmecken sollte, können Sie Inulinpulver pur (in der Apotheke oder im Internet) kaufen und es z. B. ins Joghurt rühren oder zum Mehl beim Kuchenbacken geben – sparsam versteht sich 😉

Oligofructose in Yaconsirup

Eine weitere Lieblingsspeise der „guten“ Darmbakterien ist Oligofructose. In großer Menge enthalten in Yaconsirup. Es gibt eine Studie, bei der die Teilnehmer nach 12 wöchiger Einnahme des Sirups, bei gleichbleibender Kalorienzufuhr, deutlich an Gewicht verloren haben. Die schlankmachenden Bakterien haben sich in dieser Zeit offensichtlich so vermehren können, dass es zu diesem Effekt kam.

Ich selbst nehme Yaconsirup sehr gerne zum Süßen von Müsli oder Smoothies, gehe damit aber auch sehr sparsam um – maximal einen Teelöffel auf einmal, was aber dreimal am Tag der Fall sein kann. In Österreich habe ich Yaconsirup noch in keinem Geschäft gesehen (außer am Biobauernmarkt in Kirchbach, Steiermark), daher beziehe ich ihn meist über das Internet.

Ich habe zwei Yaconbauern interviewt, die im kleinen Rahmen in der Steiermark Yaconwurzeln anbauen. Hier geht es zum Beitrag inkl. Video-Interview: Yacon-Sirup: Medizin für den Darm

Fermentierte Pflanzenessenz

Präbiotische Enzym-Essenzen nehme ich kurweise ein – zweimal im Jahr für etwa 8 Wochen während und nach meinen Fastenkuren. Hier kann ich zwei Präparate empfehlen und zwar MikroSan aus der Apotheke oder Rechtsregulat Bio (Regulatpro Bio in Österreich) erhältlich in manchen Reformhäusern oder über das Internet.

Leinöl

Leinöl nehme ich seit vielen Jahren zu mir. Auf Salaten, Reis, Kartoffeln, Gemüse, süßem Haferbrei, in Smoothies und Gesichtsmasken – Leinöl ist einer meiner treuesten Begleiter. Seitdem ich es nehme, ist meine Haut viel besser geworden und auch das PMS, von dem ich sehr betroffen war, ist deutlich besser geworden. Leinöl ist neben Hanf-, Walnuss- und Leindotteröl eines der wenigen pflanzlichen Öle, bei dem das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren ideal für uns Menschen ist. Die meisten Menschen haben einen Mangel an Omega-3-Fettsäuren in ihrer Ernährung, da diese Fettsäuren in unserer zivilisierten Kost tatsächlich nicht allzu großzügig vorkommen.

Sie gehören zu den essentiellen Fettsäuren, das heißt, sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Viele wissenschaftliche Studien bestätigen: Omega-3-Fettsäuren, vor allem Alpha-Linolensäure, können Entzündungen hemmen, die Blutgerinnung fördern und die Blutgefäße erweitern. Sie regulieren Blutdruck und Blutfette und wirken damit vorbeugend gegen Thrombosen, Herzinfarkt und Schlaganfall. In diesem Fachartikel schreibe ich darüber, wie man seinen Omega-3-Fettsäuren-Bedarf rein pflanzlich decken kann. Darin finden Sie auch ein Video, in dem ich über die „guten und schlechten Fette“ allgemein spreche.

Ich persönlich kaufe mein Leinöl oft bei uns am Bauernmarkt bzw. von der steirischen Ölmühle Fandler. Die haben einfach den besten Geschmack und die Qualität ist unübertrefflich.

Birkenzucker

Diesen Zuckerersatz finde ich einfach genial. Ich ersetze bereits einige Jahre den Haushaltszucker (Saccharose: Rüben- und Rohrzucker) zu einem Teil durch diesen aus Baumrinde gewonnenen Zuckerersatz (chemisch: Xylit), der als Kristallzucker oder Staubzucker ganz gleich zu verwenden ist wie der Haushaltszucker und geschmacklich kaum von diesem zu unterscheiden ist – außer, dass er pur genossen irgendwie kühl schmeckt. Birkenzucker hat 40 % weniger Kalorien als Haushaltszucker, ist für Diabetiker geeignet und wirkt karieshemmend. Wenn Sie einen sehr empfindlichen Darm haben, beginnen Sie mit kleinen Mengen und gewöhnen den Darm langsam daran. Achtung: Für manche Haustiere (Hunde, Nagetiere, Ziegen, Kühe) führt Xylit zu einer Unterzuckerung, die bei geringsten Mengen tödlich enden kann.

Ich persönlich bin bei der Suche nach dem richtigen Birkenzucker auf folgendes gestoßen: Es gibt sehr große Preisunterschiede zwischen den Anbietern und zwar deshalb, weil Xylit auch aus Mais hergestellt werden kann und dies offensichtlich günstiger ist, als die Herstellung aus Baumrinde. Mir selbst ist echter finnischer Birkenzucker am liebsten und deshalb kaufe ich das Xylit von der Firma Birkengold (habe ich auch schon bei dm gesehen; ansonsten im Internet).

Erythrit

Eryhrit(ol) ist ebenfalls ein Zuckerersatz, den ich sehr schätze. Er kommt z. B. in Obst wie Erdbeeren und Zwetschken aber auch Käse vor. Für die Produktion größerer Mengen wird er durch Fermentation gewonnen. Er hat ähnliche Eigenschaften wie Birkenzucker, ist jedoch auch für empfindliche Gedärme meist verträglich und auch für Haustiere ist er keine Gefahr. Erythrit ist als Kristallzucker oder Staubzucker zum Kochen, Backen, Süßen und Einkochen ganz gleich zu verwenden, wie herkömmlicher Haushaltszucker.

Erythrit ist kalorienfrei und für Diabetiker geeignet, da er den Blutzuckerspiegel viel weniger ansteigen lässt als herkömmlicher Zucker. Außerdem ist er zahnfreundlich und schmeckt dabei (fast) wie richtiger Zucker. Seine Süßkraft beträgt ca. 70% im Vergleich zu Zucker. Ich verwende ihn jedoch 1:1 wie Haushaltszucker – für mich schmeckt er gleich süß. Für meine Low Carb Bäckereien verwende ich ihn neben Birkenzucker sehr gerne und bin in jeder Hinsicht davon begeistert.

Regelmäßige Smoothie-Tage

Ich mache zwischendurch immer wieder mal einen Entlastungstag in Form eines Smoothie-Tags. An diesem Tag ist die Kalorienmenge reduziert und ich fülle meine Vitalstoff-Tanks auf. Das sieht so aus, dass ich mir am Morgen etwa einen 3/4 Liter eines Smoothies, auf den ich gerade Lust habe, zubereite und ihn dann zu meinen gewohnten Essenszeiten zu mir nehme. Dazwischen trinke ich Kräutertees oder Wasser.

Den Körper auf diese Weise vielleicht einmal die Woche zu entlasten und zu reinigen, macht richtig Spaß, weil´s einfach gut schmeckt und man sich so richtig leicht fühlt dabei. Der Smoothie-Tag ist auch in der Arbeit ohne Probleme durchzuführen. Smoothie einfach in Gläser mit Verschluss abfüllen und mitnehmen. Er hält sich ohne weiteres einen Tag lang. Gut wäre natürlich, ihn kühl zu stellen. Ich habe eine Smoothie-Playlist mit Videos, wo ich meine liebsten Smoothies zubereite. Viel Freude damit!

Bitte teilen Sie diesen Beitrag! Nur so erfahren andere über die Vorzüge des Heilfastens. Vielen Dank!

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  • Tipps zum Fasten und Gesundbleiben: Tatyana Vyc | Shutterstock.com